Die Geburt
Nico ist da !!!
Die ersten Fotos. Dank Ultraschall
Nico´s kleines
Tagebuch
Die Geburt
Gegen 4 Uhr meinte Mica zu mir, dass sie so ein komisches Ziehen spürt und erst
einmal in die Wanne geht, um die "echten" von den "falschen" Wehen zu
unterscheiden. Ich habe weitergeschlafen, weil ich schließlich um 5 Uhr hoch und
zur Arbeit muß. Kurz vor 5 Uhr weckte Mica mich aber erneut und meinte nur, dass
ich heute nicht zur Arbeit brauche...
Die Wehen waren also echt.
Wir haben uns in aller Ruhe fertig gemacht, die "Babytasche" geschnappt, die
schon seit Wochen fertig in der Ecke stand, und sind dann gegen 5.30 Uhr
Richtung "Albertinen-Krankenhaus" aufgebrochen. Das Albertinen kannten wir schon
gut. Dort haben wir den "Geburtsvorbereitungs-" und den "Säuglingspflegekurs"
gemacht. Einen Kreißsaal hatten wir sogar auch schon besichtigt und dann
arbeitet noch Mica´s Schwägerin dort auf der Neugeborenenstation. Es sprach also
alles für das Albertinen. Wir sind dann ohne Hetze hingefahren. Ich habe sogar
an den roten
Ampeln gehalten und bin nicht in Panik geraten, wie man es in schlechten Filmen
immer wieder sehen kann.
Kurz vor 6 waren wir dann im Krankenhaus.
Zuerst folgte ein langes CTG. Die Wehen wurden langsam aber sicher immer
stärker. Dann gingen wir in den Kreißsaal und legten erst einmal eine CD auf. "Lighthouse
Family". Mica entspannte sich dann noch etwas in der Badewanne. Gegen 11 Uhr
waren die Wehen aber so stark, dass etwas dagegen getan werden mußte. Da Nico
noch nicht so die perfekte Lage eingenommen hatte, empfahl uns die Hebamme die
PDA. Denn wenn die werdende Mutter entspannt ist, entspannt sich auch das Kind
und legt sich sehr wahrscheinlich noch richtig hin, damit es später nur so
flutscht :-) Nach der PDA war Mica wie ausgewechselt. Super ruhig und entspannt.
Wo sie doch vor wenigen Minuten noch verkrampft war und unter den Schmerzen
ziemlich gelitten hat. Dank der PDA konnte sie sogar ein wenig die Augen
schließen.
Als es dann ernst wurde, mußte noch weitere Hilfe geholt werden. Weil die
Herztöne von Nico
schwächer wurden und er sich auch noch nicht richtig ins Becken gedreht hatte,
wurde neben der Ärztin für die Geburt auch noch die Oberärztin sowie ein
Kinderarzt für Nico geholt. Jeweils natürlich mit Assistenten. D.h. zum Schluß
wurde es ziemlich voll und stressig im Kreißsaal. Als werdender Vater kann man
leider nicht viel mehr tun, als der Mutter die Hand zu drücken. Die eigentliche
Geburt ging Blitzschnell. Ich glaube, Mica brauchte nur 3 oder 4 Mal pressen und
schwups, war Nico da. Ohne Probleme. Ohne große Schmerzen. Ohne Schreien. Nico
hatte zum Glück einen kleinen Kopf, so dass er den Ausgang ohne Saugglocke
gefunden hat, d.h. es war dann doch noch eine natürliche Geburt. Ein wenig
mußte zwar mit einem Dammschnitt nachgeholfen werden, aber das ist ja halb so
wild. Leider hatte ich keine Gelegenheit, die Nabelschnur zu durchtrennen, weil
alles so schnell gehen mußte und Nico wegen den schwachen Herztönen erst einmal
vom Kinderarzt untersucht werden mußte.
Aber zum Glück alles in Ordnung.
Ich muß ehrlich sagen, dass ich jedem werdenden Vater diese Erfahrung nur
empfehlen kann.
Es ist ein einmaliges Gefühl bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein.
Besonders interessant war es, als die Ärztin ungefähr 1 Stunden vor der Geburt
ein wenig Blut
von Nico abgenommen hat, um den Sauerstoffgehalt zu prüfen. Dazu hat sie einen
kleinen Kratzer an Nico´s Kopf gemacht und bei der Gelegenheit konnte ich seinen
Kopf schon sehen, bevor er geboren wurde. Wahnsinn!!!
Wir waren zwar über 9 Stunden im Kreißsaal, aber die Zeit verlief wie im
Fluge....
Wenn jede Geburt so einfach und Problemlos verläuft, kann Mica ruhige eine ganze
Fußballmannschaft auf die Welt bringen :-)
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