Bayern


23.12.2016 - 01.01.2016

 

Durch Stefans Arbeitgeberwechsel und seinen Resturlaub konnten Meike und er das erste Mal seit 12 Jahren über Weihnachten gemeinsam Urlaub nehmen. Das muss ausgenutzt werden! Aber wohin? Die Kinder wollten gern Skifahren, Stefan findet Bayern schön und Meike war schon mal in Bodenmais, wo sie es ganz toll fand. Also bayrischer Wald! Schnell war eine tolle Ferienwohnung bei Neukirchen b. Hl. Blut auf dem www.Schmidhanslhof.de gefunden. Über 100 qm groß, mit 2 Badezimmern und 3 Schlafzimmer, inkl. Stallarbeit und frischer Milch :-) Da sie relativ günstig war ( rund 480 für 10 Tage inkl. Kurtaxe) haben wir nicht viel erwartet und wurden überrascht. Die Wohnung war sehr sauber und gemütlich und die Bäder sehr modern, fast neuwertig. Die Familie hat uns herzlich empfangen und wir fühlten uns sofort wohl.

 

Unsere Unterkunft:






 

Tag 1

Nach rund 9 Stunden entspannter Fahrt kommen wir am späten Nachmittag an.

Die Zimmer wurden sofort aufgeteilt und es war sehr gut, dass wir so eine große Wohnung genommen haben, da Felix und Nico gerade in einer, nennen wir es mal "schwierigen Phase" sind :-), und es für alle Beteiligen sehr wichtig ist, dass jeder sein Reich hat.

Am Abend schauen schauen wir uns die Kühe im Stall an und natürlich das Pflichtprogramm am Weihnachten: "Der kleine Lord"


Tag 2

Stefan geht mit Nico zum kleinen Tante Emma Laden, um Brötchen zu holen. Dort gibt es noch VHS Kassetten für 20 Mark :-) Nach dem Frühstück mit leckerer frischer Milch direkt vom Hof fahren wir in die Touriinfo. Dort bekommen wir viele Infos, auch über Schlösser und Burgen in Tschechien, dass nur wenige Kilometer entfernt liegt. Schnee haben wir leider nicht mehr und die Aussichten sind schlecht. Aber das nahe gelegene Skigebiet "Hohenbogen" lässt die Schneekanonen laufen und wenn es nicht noch wärmer wird, ist dort der Betrieb gesichert. Wir fahren mal hin und buchen für morgen früh einen Skikurs für die Kinder. Danach gehen wir noch auf einem Naturlehrpfad und loggen natürlich einen Geocache. Und nach der Festtagsgans gibt es endlich die Bescherung...





 

Tag 3

Wir fahren zum Hohenbogen und die Kinder erhalten einen 2 Stunden Skikurs. Da sonst kein anderes Kind da ist, wird es Privatunterricht, was sich auch in den Kosten niederschlägt. Aber es lohnt sich. Der Skilehrer ist sehr nett und bringt den Kindern spielerisch die Grundtechniken bei. Am Ende können sie schon richtig eine Abfahrt machen UND sie können sogar bremsen. Leider wird der Schnee knapp und daher brechen wir Mittags hier ab, leihen aber die Ski noch einen weiteren Tag aus, um morgen zum Arber zu fahren. Da soll es mit dem Schnee noch besser aussehen. Am Nachmittag gehen wir eine kleine Geocaching und Pokemon Runde durch den Wald und verbringen den Rest des Tages mit Videos. Das Wetter ist kalt, windig, feucht und ungemütlich.




 

Tag 4

Der Tag beginnt früh...Nico hängt über der Kloschüssel... Meike fährt mit Felix zum Arber, zum Skifahren und Stefan macht sich mit Nico einen Bud Spencer Tag. Am späten Nachmittag geht es Nico besser und auf einer kleinen Runde durch den Ort findet er einige Pokemons.

Wir verlängern die Skimiete um einen Tag, damit Nico morgen noch fahren kann.

Tag 5

Heute geht es ins Skigebiet am Arber. Die Kinder fahren den ganzen Tag Ski uns Meike am Ende auch mal ein paar Minuten. Ansonsten frieren die Eltern die meiste Zeit beim Zuschauen. Zwischendurch gibt es einen leckeren Germknödel und zwei Geocaches. Abends fahren wir nach Bodenmais zu Aldi-Süd. Bodenmais ist nicht schön... Furchtbar eng, voll und viel zu viele Geschäfte. Eine Tourihochburg. Stefan fragt bei zwei Bäckern nach den "böhmischen Flecken" und dem "bayrischen Gewürzbrot", beides hat er von seiner Ex-Arbeitskollegin Tini empfohlen bekommen. Die Flecken sind unbekannt, aber das leckere Gewürzbrot bekommt er.






 

 

Tag 6

Es geht in die Tschechoslowakei, die Grenze ist nur knapp 1 Kilometer entfernt und der erste Weg führt uns zur Tankstelle. Umgerechnet 1,10 Euro kostet hier der Liter Super. In Deutschland zur selben Zeit 1,35 Euro. Wir möchten Burgen besichtigen, aber gleich die erste Burg ist nicht zu finden. Das Navi ist überfordert und eine Einheimische gibt uns zu verstehen, dass "Pajrek" nur ein paar Steine sind, also suchen wir nicht weiter und fahren nach "Klenova". Das ist schon eher eine Burg, aber leider nur in den Sommermonaten für die Öffentlichkeit geöffnet. Zum Glück führt ein netter Trampelpfad einmal drum herum und wir finden einen Cache und in der Nähe, bei einer schönen Kapelle den Zweiten in Tschechien. Schöner wird es bei der Burg "Novy Herstejn". Ist sie zwar nur eine Ruine, aber wunderschön im Wald gelegen und es ist genug vorhanden, um sich ein Bild machen zu können, wie es hier früher mal aussah. Weiter geht es zur/zum "Ryzmberk". Hier ist die Burg zwar noch Ganz, aber nicht besonders schick. Sie wurde immer wieder mal erneuert. Zwischendurch steuern wir noch weitere "Burgen" an, jedoch stellt sich heraus, dass dies für uns langweilige Herrenhäuser sind. Auf dem Rückweg kaufen wir tschechisches Bier und halten noch kurz in Gaishof, um ein Foto für Tini zu machen, die hier in ihrer Kindheit oft war. Abends gibt es ein Konzert in der Wallfahrtskirche in Neukirchen. Die Kinder haben keine Lust, Meike ist es Flau im Magen, also fährt Stefan allein. Die Kirche ist sehr schön, aber leider total übertrieben ausgestattet. Typisch für katholische Kirchen hier in Bayern, aber doch etwas ungewohnt für den Norddeutschen.

























Blick von unserem Hof ins Land...









 

Tag 7

Der Schnee ruft. Wir fahren zum Skigebiet "Bretterschachten" bei Bodenmais zum Langlaufski fahren. Stefan merkt nach 3,7 Minuten, dass das nichts für ihn ist und schnallt die Ski wieder ab. Der Autor dieses Textes legt Wert drauf, dass klargestellt wird, dass Stefan kein Schisser ist :-) , aber alles was unter seinen Füßen rutscht, gleitet oder rollt, meidet er lieber, da er als Jugendlicher eine größere Sache mit dem Rücken hatte und er noch heute damit Probleme hat. Während der Rest der Familie die Loipen abläuft, geht Stefan wandern, abseits der Touriwege, in der Einsamkeit im Tiefschnee und kann sogar 2 tolle Caches finden. Auf dem Rückweg halten wir in der Joska Glaswelt. Eine Glasbläserei, die eher an einen Vergnügungspark erinnert.


 









 

Tag 8

Eigentlich steht heute Schlittenfahren und Wandern auf dem Programm, aber am "Hohen Bogen" sind Schlitten verboten, daher wollen wir direkt wandern und mit dem Lift hinauf fahren, um dann runter zu wandern. Uns wird jedoch nahe gelegt, auch zurück zu fahren, da die steilen Wege nach unten teilweise sehr glatt sein sollen. So machen wir das! Wir fahren hoch und gehen dort bei super Wetter eine große Runde. Die "NATO Funktürme" sind als Aussichtsplattform geöffnet, jedoch so teuer, dass die Eltern sich entscheiden, nicht hinauf zu gehen, zumal man von unten auch einen tollen Blick über alles hat. Es gibt jedoch eine kleine Kinder-Lucke, wenn ein Kind dort durch passt, dann darf es kostenlos auf den Turm. Felix passt gerade so durch, am Kopf wirds eng, aber es passt und die Wunden heilen wieder :-) Also läuft er mit Kamera allein hinauf. Es lohnt sich! Ihm wurden oben die Alpen gezeigt, die man nur bei sehr sehr gutem Wetter sehen kann. Am schönsten ist der Rückweg mit dem Sessellift, da wir einen wunderschönen Weitblick haben. Auf dem Rückweg wollen wir noch etwas Motoröl kaufen, da unser Wagen seit ein paar Tagen niedrigen Ölstand meldet. Zwar noch im ok, aber vor der langen nach Hause fahrt, möchten wir lieber auffüllen. Aber einfach so Öl kaufen, ist in Bayern scheinbar nicht möglich. Natürlich kommt sofort ein Techniker und prüft selbst, ob es zu wenig ist und füllt die entsprechende Menge nach. Das ist Service! Und natürlich brauchen wir nur das Öl bezahlen.
















 







 

Tag 9

Das Wetter meint es wieder gut mit uns. Kalt, klar und Sonnenschein. Wir fahren nach Furth im Wald zum "Wildgarten". Ein toller riesiger naturnaher Park mit tollen Dingen zum Lernen, Schauen und Ausprobieren. Danach gehen wir noch zum Drachensee spazieren. Eigentlich wollen wir hier einen Geocache über mehrere Stadtionen machen, aber nach 2 KM stellen wir fest, dass eine wichtige Station, ein Steg über den See, im Winter abgebaut wird. Also müssen wir leider abbrechen.

Zurück in der Ferienwohnung machen wir lecker Raclette und gehen, als es dunkel geworden ist, einen Kilometer aus dem Ort raus, um ein paar Raketen in den Himmel zu jagen. Direkt im Dorf wollten wir es wegen der vielen Tiere in den Ställen nicht machen. Auf dem Rückweg sehen Stefan und Nico eine richtig fette wunderschöne Sternschnuppe. Dann gehts ins Bett und wir bekommen den Jahreswechsel nicht mit.










Tag 10

In aller Ruhe packen wir unsere Sachen und fahren entspannt nach Hause

 

 

 

 






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