Dänemark / Schweden 2010
20 Tage durch Dänemark und Schweden
12.Juli - 31.Juli 2010
Autor: Stefan Friedrich

Gefahrene Kilometer: 3000



Dies ist in etwa unsere Reiseroute. Klickt auf das Bild für weitere Details.




 

Urlaubsvorbereitung:
Viel Vorbereitung war diesmal nicht nötig. Ich wollte eine Woche in Dänemark in einem kleinen einfachen Häuschen bleiben, wo ich als Kind oft Urlaub gemacht habe. Danach sollte es nach Schweden gehen, wo "Vimmerby" mit der "Astrid Lindgren Welt" ein Pflichtprogramm ist. Das war auch schon die Planung...


Anfahrt / Rückreise / Reiseweg:
Es ging ganz normal über die AB bis nach Hulsig bei Skagen. Dann wählten wir die Fähre von Frederikshaven nach Göteborg. Diese Fähre ist leider sehr sehr teuer. Das haben wir erst vor Ort bemerkt. Dazu kam noch, dass unsere Fahrräder auf dem Anhänger rund 10 cm zu hoch waren. Somit mussten wir für "über 2 Meter" bezahlen, was die ganze Geschichte noch mal 80 Euro teurer machte. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir die Räder einfach hingelegt... So haben wir für die Überfahrt rund 380 Euro bezahlt.
Für den Rückweg wählten wir die Vogelfluglinie. Also die Fähren von Schweden nach Dänemark und dann nach Deutschland. Natürlich haben wir uns nun vorher über die Tarife und speziell über die Höhe informiert. Bei den Fähren spielte unsere Höhe aber keine Rolle.
Der Weg über die Brücke hat keine Nachteile, aber auch keine großen Vorteile. Geschmackssache. Die Variante über die Brücke ist etwas teurer und ist bei gutem Wetter vielleicht netter, wegen dem Ausblick. Auch fährt man etwas weniger durch Dänemark und dafür mehr durch Schweden. Aber die beiden Fähren bieten eine gute Abwechslung zu einer Pause und die Kinder finden es auch spannender. Die beiden Fähren fahren 45 b.z.w. 20 Minuten und die komplette Überfahrt kostet ca. 100 Euro.


Tanken:
Die meisten Tankstellen haben nur E85 (Ethanol), Diesel und Benzin mit 95 Oktan, was unserem Super entspricht. Normalbenzin mit 91 Oktan habe ich nicht entdecken können. An einigen Stadttankstellen gibt es aber auch noch Benzin mit 98 Oktan, was unserem Super-Plus entspricht. Das Tankstellennetz in Südschweden und Dänemark ist ausreichend. Die Preise sind in beiden Ländern dem deutschen Preis sehr ähnlich. Eher sogar ein paar Cent günstiger.

Unterkunft:
Die erste Woche in Dänemark hatten wir uns eine kleine einfache Hütte in Hulsig bei Skagen gemietet, in der ich als Kind schon ein paar Mal war. Für die eine Woche haben wir rund 228 Euro bezahlt. Das ist für die Lage wirklich ein super Preis. Wobei die Hütte auch sehr einfach ist. Aber gerade das mögen wir ja. In Schweden sind wir immer Campingplätze angesteuert. Überwiegend möglichst einsame und ohne viel SchnickSchnack. Das war nicht immer so einfach. Gerade in der Nähe von Städten sind "All-Inkl." Campingplätze die Regel. Man muss schon etwas suchen, ob "Naturcampingplätze" zu finden. ABES es gibt sie und die Suche lohnt auf jeden Fall. Viel muss uns ein Campingplatz nicht bieten. Eine Küche und eine Waschmaschine wären zwar nett, jedoch verfügen fast alle Plätze über diesen "Luxus". Ansonsten haben wir noch auf günstige Preise geachtet und dass die Duschen inkl. sind. Nichts ist nerviger, als mit Kleingeld duschen zu gehen

Folgende Campingplätze haben wir während unserer Reise besucht:
Marstrands Familien Camping, 440 20 Marstrand
http://www.marstrandscamping.se
Der Platz ist ok, aber für unseren Geschmack nicht so der Hit. Sehr voll und alles dicht an dicht. Die Gegend ist nett, reicht aber nur für vielleicht 1 bis 2 Tage. Die Gegend ist sehr "versnobt", da Marstrand ein Anlaufpunkt und Reiche mit ihren Yachten ist. Ein Highlight auf dem Platz war natürlich das kostenlose WLan und die kleine nette Badestelle.

Naturcampingplatz Hok, ca. 30 KM südlich von Jönköping
http://www.osterskog.se/tysk/camp.htm
Der absolute Tipp! Wir hatten eigentlich andere Plätze ausgesucht, die wir ansteuern wollten, dann aber einen Abend vorher im Internet noch diesen kleinen Platz mit nur 50 Stellplätzen entdeckt. An einem der "anderen" Plätze fuhren wir ganz schnell vorbei. Total voll, einfach nur eine Wiese an der Schnellstraße und furchtbar zentral. Also weiter nach Hok! Das Büro ist nur Abends von 19 bis 21 Uhr besetzt. In der übrigen Zeit kann man sich beim Besitzer melden, der seinen Bauernhof 500 Meter weiter hat. Muss man aber nicht. Einfach einen netten Platz suchen und sich Abends anmelden. Dieser Platz ist typisch schwedisch unkompliziert. Waschen, Trocknen, Kanus..... einfach benutzen und am Ende sagen, was man wie oft benutzt hat. Super! Außerdem ist der Platz sehr ruhig und abseits in/an einem Wald gelegen, direkt an einem Naturreservat mit vielen Seen. Perfekt für Paddler und Angler. Auch ein Golfplatz ist nicht weit. Besonders toll ist die Badestelle mit den Booten. Sie liegen dort einfach zur freien Verfügung. Aus einem kleinen Häuschen nimmt man sich Paddel und Schwimmwesten und fährt einfach los. Wir haben später pauschal umgerechnet 5 Euro für die Kanubenutzung bezahlt. Egal wie oft wir gefahren sind. Diesen Platz steuern wir auf jeden Fall noch einmal an!

Vimmerby Camping Nossenbaden in Vimmerby. 3 Km außerhalb gelegen.
http://www.nossen.nu
Rund um Vimmerby auf jeden Fall die beste Wahl. Man kann unten am See oder etwas weiter oben zelten. Wir empfehlen auf jeden Fall den oberen Bereich. Zwar weiter weg vom See, dafür aber ruhiger und geschaulicher, wenn nicht gerade Saison ist und wenn auch nicht der "Bullerby Cup" 5000 Fussballkids auf die Plätze lockt... :-(  Im unterem Bereich haben wir auch schon mal gezeltet. Ist auf jeden Fall zentraler und die sanitären Anlagen sind ordentlicher. Jedoch ist dort immer eine Menge los, weil auch viele Einheimische die Badestelle nutzen.



Preise:
Dänemark ist ähnlich wie Schweden beim normalen Lebensmittel nicht wirklich teurer als Deutschland. Auch gibt es hier Aldi und Lidl. ABER VORSICHT! Die Dänen reagieren empfindlich auf ausländische Kreditkarten. Und zwar mit Gebühren! Aldi nimmt erst gar keine an und andere erheben extra Gebühren beim Einkauf. Auch Tankstellen! Das ist ärgerlich. So zahlten wir vor Ort eine Gebühr und dann hinterher noch an unseren Kreditinstitut. Das ist wirklich unnötig. Falls wir noch mal nach Dänemark fahren sollten, nehmen wir auf jeden Fall mehr Bargeld mit.
Schweden ist auch nicht so teuer, wie man es immer wieder hört. Wer auf viel Fleisch und auf hochprozentigen Alkohol verzichten kann, der wird in Schweden für Nahrungsmittel nicht viel mehr bezahlen als in Deutschland. Ganz im Gegenteil! Milchprodukte, Süßigkeiten, Obst, Gemüse und natürlich Fisch sind teilweise günstiger als in der Heimat. Wie bei uns kommt es aber auch darauf an, wo man einkauft. In jedem größeren Ort gibt es ICA, der relativ günstig ist. Wenn man Glück hat findet man auch richtige Discounter wie "Netto" (ähnlich unserem Aldi) oder Coop. Da zahlt man für die normalen Lebensmittel dann wirklich nicht mehr als in Deutschland. In Schweden ist auch das Prinzip "Nimm mehr, zahle weniger" weit verbreitet. So ist es oft günstiger, einfach etwas auf Vorrat zu kaufen. Essen gehen ist auch nicht viel teurer. Zumindest in den "normalen" Restaurants nicht. In Imbissen haben wir sogar weniger für den Hamburger und die Pommes bezahlt, als wir es hier in Deutschland hätten tun müssen. Und dann gibt es ja doch den "Dagens-Lunch". Ein sehr preiswerter Mittagstisch. Was gerade für Familien besonders erfreulich ist, ist die Tatsache, dass diese ganzen Tourigeschichten im Verhältnis zu Deutschland wirklich günstig sind. Museen, Parks, Stadtrundfahrten u.s.w. kosten teilweise wirklich nur ein paar Euro. Auch ist die Verpflegung in diesen Anlagen teilweise nicht teurer als in der Stadt. Die Preise auf den Campingplätzen sind stark unterschiedlich. Für einen Zeltplatz haben wir im Durchschnitt 180 SEK (ca. 18 Euro) pro Nacht bezahlt. Für Hütten muss man gewöhnlich min. 300 SEK (ca. 32 Euro) rechnen. Und das sind dann schon günstige 2 Personen Hütten. Für eine 4 Personen Hütte zahlt man auf einem normalen Platz locker 400 SEK ( ca. 44 Euro) und mehr. Es KANN sich lohnen, nach privater Hüttenvermietung Ausschau zu halten. Zu erkennen an den "Stugar" Schildern am Straßenrand. Nach diesem Urlaub haben wir uns die Kontoauszüge genauer angesehen und festgestellt, dass wir das nächste Mal mehr Bargeld mitnehmen müssen. Die Gebühren der Bank ist enorm. Bei kleinen Einkäufen schnell mal 1 Euro oben drauf und Geld abheben kostet mal eben 5 Euro. Ok, keine Unsummen, aber wenn man es vermeiden kann.... Aber natürlich liegt das auch an dem entsprechendem Kreditkarteninstitut.

Wetter:
Ist das Wetter nicht eigentlich unwichtig? Na ja, nicht ganz. Aber wer nach Skandinavien fährt, plant keine 2 Wochen Sonnenschein und 30 Grad ein. So hatten auch wir gute Regenkleidung mit, die wir jedoch nur selten wirklich gebraucht haben. Die restliche Tage waren freundlich und die Temperaturen pendelten zwischen 22 und 27 Grad ein. Das Wetter ist aber auch sehr wechselhaft. Sieht man eine dicke Regenwolke, kann sie in 2 Minuten schon verschwunden sein. Wenn es regnet, dann meistens nur wenige Minuten und dann ist die Sonne wieder am Himmel. Die Wassertemperaturen der von uns besuchten Seen lagen bei erfreulichen 20 bis 23 Grad. Die meisten Seen in Schweden sind sehr eisenhaltig, wodurch das Wasser nicht nur braun ist, sondern auch schneller warm wird.

Reisezeit:
Wir sind ja nun Ende Juli gefahren. Nicht ganz geeignet, das Hochsaison. Campingplätze und Co. sind natürlich sehr voll. Aber wenn man an die Schulferien gebunden ist, hat man keine andere Wahl. Aber zum Glück gibt es ja noch die "Naturcampingplätze" :-)

Reisekosten:
Insgesamt für 20 Tage: ca. 2400,-.
Davon Tanken: ca. 300 Euro, Übernachtung: ca. 500,-, Fähren: ca. 480,-
Der Rest teilt sich dann in Nahrungsmittel, Eintrittsgelder, Souvenirs u.s.w. auf.



Tagebuch


 

1.Tag    12.Juli
Um 4 Uhr geht es los. Wir fliehen vor der unerträglichen Hitze, die gerade in Deutschland herrscht. Die Kinder werden geweckt mit der Hoffnung, dass sie im Auto weiter schlafen. Das klappt natürlich nicht wie geplant, aber das ist nicht schlimm. Sie sind aufgeregt und freuen sich auf den Urlaub. Rund 540 Kilometer  vor uns. Von Hamburg aus geht es über die A7 nach Dänemark. Kaum haben wir die Grenze, die es eigentlich gar nicht gibt, hinter uns gelassen, beginnt ein Gewitter der feinsten Sorte. Wunderschöne Blitze können wir beobachten und der Regen begleitet und noch viele viele Kilometer. Über die E45 bis nach Ålborg. Wir hatten auf für die Hinfahrt einige Geocaches notiert, die jedoch entweder nicht gefunden werden konnten oder aber ins Wasser gefallen sind. Also aus Geocaching Sicht kein erfolgreicher Tag. Bei  Ålborg geht es auf die E39 und kurz vor Ende Richtung Osten weiter auf der 597. Das Wetter hat sich gebessert und der Sommer hat uns wieder.  Aber zum Glück mit erträglicheren Temperaturen. Gegen 12 Uhr sind wir in Hulsig und irgendwie kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich war als Kind drei- oder viermal mit meinen Eltern hier. Das letzte Mal 1989. Viel verändert hat sich nicht. Sofort weiß ich wieder, wo der kleine „Tante Emma Laden“ war und noch heute ist. Auch finde ich das Ferienhaus auf Anhieb wieder. Auch das Häuschen hat sich nicht verändert. Stopp! Falsch! Es gibt eine große Veränderung, die ich mir insgeheimen sehr erhofft habe. Das „Plumpsklo“ wurde gegen eine „normale“ Toilette ausgetauscht. Ich habe schlechte Erinnerungen an die Sitzungen auf dem „Eimer“. Ansonsten alles so geblieben. Gleiche Einrichtung, gleiche Ruhe...Auch der Duft der alten Ferienhütte und der Geruch auf dem Klo weckt Kindheitserinnerungen. Im positiven Sinne! Die Hütte duftet nach altem Holz und der Duft auf dem Klo kommt mir auch bekannt vor. Sie verwenden wohl noch das gleiche Reinigungsmittel wie vor 21 Jahren, dass es aber scheinbar nicht in Deutschland gibt. Auch im Vorgarten bekannte Düfte. Ein Sichtschutzzaun ist wie damals noch immer frisch mit Teer bestrichen.  Kaum ausgepackt rauf auf die Fahrräder und ab zum Ostseestrand. Ich habe den Weg noch genau in Erinnerung. Aber wie gemein, der kleine Bahnübergang existiert nicht mehr. Einfach dicht gemacht. Also müssen wir einen kleinen Umweg fahren. Das sind aber nur wenige hundert Meter. Den Rest des Weges fahren wir ohne Probleme. Noch genau so, wie ich es in Erinnerung habe. Nach ca. 3 KM sind wir am fast leerem Strand. Das Wasser ist sehr klar und nur wenige Algen sind so sehen. Die Temperatur ist perfekt. Abkühlung ohne Schockzustand :-) Danach erkunden wir noch etwas die Gegend auf dem wunderschönen Radwanderweg Richtung Skagen. Auf dem Rückweg wollen wir noch zum dem kleinen „Tante Emma Laden“ im Dorf. Leider schließt dieser bereits um 15 Uhr seine Türen. Also schnell Fahrrad gegen Auto getauscht und weiter nach Ålbæk zum shoppen. Ein paar Kleinigkeit fehlen uns noch, zum Beispiel das Abendbrot. Beim KIWI Discounter kaufen wir ein und bei „Spar“ fragen wir nach einen Handykarte für unseren Surf-Stick, damit wir nach Geocaches suchen können. Leider Fehlanzeige. Auch im „Expert-Elektronikladen“ konnte man uns nicht helfen.




Mitten in der Nacht geht es los..... auf große Piratenrundfahrt....







In einem privaten Garten wurden Bäume gefällt und der Eigentümer nutze die Baumstumpfen,
um sich künstlerisch zu betätigen :-)







Genau so habe ich das Häuschen aus meiner Kindheit in Erinnerung!




2.Tag 13.Juli
Nach dem Frühstück geht es nach Skagen. An die Spitze von Dänemark, wo Nord- und Ostsee auf einander treffen. Danach schauen wir uns noch eine alte Flaggstellung aus dem zweiten Weltkrieg an und gehen in die Stadt. In der Touri-Info versorgen wir uns mit ordentlich Karten- und Aktivitätsmaterial und machen einen kleinen Bummel durch die Innenstadt. Am Nachmittag fahren wir nach Frederikhaven, in der Hoffnung, dort endlich eine Sim-Karte für unseren Surf-Stick zu bekommen. Frederihkaven ist relativ groß und eine eine ordentliche Einkaufsstraße. Nach 2 Fehlversuchen in einem Computer- und einem Handyshop werden wir beim Mobilfunkanbieter  „TDC“ fündig. Eine Sim-Karte mit Wochenflatrate für rund 20 Euro. Das ist in Ordnung. Nun können wir auf „Schatzsuche“ gehen. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Abstecher zur Nordsee. Auch diesen Weg habe ich noch gut in Erinnerung und irgendwie hat sich auch hier nichts verändert. Von Hulsig einfach immer gerade aus. Hier darf man mit dem Auto an den Strand und die Nordsee präsentiert sich von einer ganz anderen Seite als die Ostsee, in der wir gestern gebadet haben. Sehr windig und ordentlich Wellengang. Es ist schon spät und etwas kühl. Daher nutze nur ich die Chance auf ein kurzes Bad in der Brandung. Abends haben wir dann noch eine kleine Fahrradtour gemacht. Die Radfahrwege sind hier oben wirklich genial. Überwiegend extra Wege nur für Radfahrer und wo die Zweiräder auf Autostraßen treffen, wir alles dafür getan, dass es keine Probleme gibt. Vorbildlich! Auf dem Rückweg machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp an der ruhigen Ostsee. Leider voll mit Algen. Nun versuchten wir noch unseren Surf-Stick auszuprobieren. Tja... keine Chance!  Es klappte einfach nicht. Die Hotline hatte schon Dienstschluss und auch der TDC-Shop die Türen geschlossen. Also auf morgen warten und dann um Hilfe per Telefon bitten. Bestimmt haben wir nur einen wichtigen Hinweis in der dänischen Anleitung übersehen. Es ist ja nicht so, dass wir Internetsüchtig sind, auf Email und Co. können wir gut verzichten, aber wir wissen halt, dass hier in der Gegend eine Menge gute„Schätze“ versteckt sind und die wollen wir natürlich finden.













 



3.Tag 14.Juli
Der Tag beginnt mit einem Anruf bei der Hotline von TDC. Sie meinten, dass wir kein Guthaben auf der Karte haben. Also fuhren wir erst einmal ins „Nordsoen Oceanarium“ www.ekspedition-nordsoen.dk Ein großes interessantes Aquarium mit vielen Aktivtäten zum mitmachen, ausprobieren und experimentieren in Hirtshals. Verwunderlich fanden wir nur die Gebühren in Höhe von rund 1,76 Euro, die wir dafür bezahlen mussten, dass wir mit Karte bezahlt haben. Naja... Bargeld abheben kostet ja auch. Also nehmen wir das mal so hin. Hinther geht es wieder nach Frederikshaven zum TDC-Shop. Sehr kundenfreundlich! Nach über einer halben Stunde, in der der freundliche Mitarbeiter 2 verschiedene Einwahlprogramme auf unserem Notebook installiert und zweimal mit der Hotline gesprochen hat, verlassen wir ohne Internetverbindung den Laden. Letztendlich haben wir unser Geld zurück bekommen und der Verkäufer ist zu der Erkenntnis gekommen, dass unser Surf-Stick nicht mit TDC zusammen arbeiten kann. Ein Internetcafe gibt es auch nirgends. Also erst einmal zu Lidl.... Deutsche Lebensmittel kaufen. Weil der Abend noch jung ist, fahren wir zum Abschluss zu „den tilsandete Kirke“ in der Nähe von Skagen. Ich hatte in Erinnerung, dass die Kirche im Sand versunken ist und nur noch der Turm aus den Dünen ragt. Nun es stimmt zwar, dass nur noch der Turm in den Dünen steht, jedoch ist dieser nicht versunken und der Rest der Kirche wurde, wie wir dann nachgelesen haben, einfach abgerissen, um ihn vor dem Flugsand zu schützen. Letztendlich haben wir dann auch bemerkt, dass „tilsandede“ nicht „versunkende“, oder „versandete“ bedeutet. Nun ja... ein netter Ausflug ist es trotzdem. Abends wollen wir dann noch mit unserer deutschen Sim-Karte ins Internet. Kostet zwar 15 Euro pro Tag, aber das ist nun jetzt auch egal. Aber leider geht es auch nicht. Also liegt das Problem nicht an den Providern, sondern an unserer Hardware. So wie es aussieht, müssen wir unsere Geocachingpläne etwas anders gestalten und immer Ausschau nach Internetcafe´s halten. Schade... Morgen wollen wir nach Skagen, um nach Internet-Surfmöglichkeiten zu fragen.












 


4.Tag 15.Juli
Wir haben die Idee, einfach in Skagen nach offenen Wlan Netzwerken zu suchen. Gerade große Hotels bieten ihren Gästen Wlan an und lassen es einfach „offen“. So könnten wir im Auto vor dem Hotel stehen und uns einklinken. Tja... kaum waren wir in Skagen, hatten wir zwar auch jede Menge Netzwerke gefunden, aber sie waren alles abgesichert. Die Dänen sind ja nicht doof. Aber auch einige Hotspots haben wir gefunden. Dort konnte man sich gegen geringe Gebühr einloggen. Z.B. am Hafen, damit die Urlauber auf den Yachten auch surfen können. Wir sind aber dann doch erst mal zur Touriinfo gefahren und haben uns nach Internet-Surf-Möglichkeiten erkundigt. Da erfuhren wir dann, dass es in der Bücherei und auch in einem Café nicht nur kostenlose Surf-Terminals gibt, sondern man kann sich dort auch gemütlich mit dem eigenem Notebook niederlassen und gemütlich „surfen“. Zuerst dachten wir ja, dass die Dänen ziemlich altmodisch sind, dass es hier keine Internet-Cafe´s gibt, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wozu Internet-Cafe´s, wenn man sich an div. Stellen einfach per Hotspots einwählen kann.... So haben wir es uns in der Bücherei gemütlich gemacht. Die Kinder konnten in dänischen Kinderbüchern stöbern und wir ein paar „Schätze“ in der Nähe heraussuchen. Auch haben wir nach unserem Internetproblem „gegoogelt“, konnten aber nicht viel erreichen. Wir haben eine „unparteiische“ Einwahlsoftware heruntergeladen und „Medion“ eine Mail geschickt. Wobei ich mir davon nicht viel verspreche, dass ich von Medion im Allgemeinen nicht viel erwarten. Ist aber halb so wild. Solange wir in Dänemark sind, nutzen wir die kostenlose Surfmöglichkeit in der Bücherrei und in Schweden schauen wir dann weiter.... Da wir durch Göteborg fahren werden und nicht weit entfernt zelten wollen, werden wir dort sicherlich auch eine Möglichkeit finden, im Internet zu surfen. Auch wenn wir unser Problem mit dem Surf-Stick nicht gelöst bekommen.  In Skagen waren wir dann noch in einem Bonbonladen mit eigener Herstellung. Immer Donnerstags kann man dort die  altertümlichen Herstellung der Bonbons bewundern. Sehr interessant! Bonbonherstellung ist wirklich knochenarbeit.
www.bolcheriet.dk . Zurück beim Auto merkten wir dann, dass wir die Fotokamera in der Bücherei haben liegen lassen.... Schock! Aber wie nicht anders zu erwarten, hat jemand die Kamera gefunden und beim Personal abgegeben. So ehrlich sind die Dänen. Für den Nachmittag war der Strand eingeplant. Wir schauten kurz an die Nordsee. Die Wellen waren nicht besonders wild und daher wollten wir schnell noch das Schlauchboot aus dem Haus holen und an den Strand bei uns in der Nähe fahren. Auf dem Weg zu Haus gab es plötzlich ein mächtiges Gewitter. Aber zum Glück verschwindet der Regen hier so schnell, wie er kommt. Packten wir noch im Regen das Schlauchboot ein, waren wir 10 Minuten später schon bei strahlendem Sonnenschein am Strand. Nun mussten wir das Gummiboot nur noch aufblasen. Mit dem Mund? Keine Chance! Eigentlich hatte ich dafür den Autokompressor dafür eingeplant. Aber der passte nicht in die großen Öffnungen. 100 Meter weiter stand ein Urlauber aus dem Osten der Bundesrepublik, der ebenfalls ein Gummiboot an Bord hatte. Und er hatte auch einen passenden Kompressor, den er uns geliehen hat. So konnten wir hinaus aufs große Meer. Den Kompressor gab es übrigens vor 1 Woche bei Aldi in Skagen. Richtig, es gibt hier nicht nur Lidl und Netto, sondern auch Aldi. Mit einem ähnlichen Sortiment. Leider hatten sie aber den Kompressor nicht mehr. So fuhren wir Abends noch zu „Jem & Fix“, so eine Art Baumarkt. Dort fanden wir dann auch so eine 12 V Luftpumpe und nicht mal viel teurer als bei Aldi. Beim Tanken bei der „Shell“ stellte ich auf dem Kassenbon fest, dass 5 % Aufschlag für Kartenzahlung verlangt wurde. Das ist heftig! Das machen nicht alle Tankstellen so. Also werde ich in Zukunft „Shell“ meiden. Zum Abschluss des Tages konnten wir noch 2 Schätze loggen und die Kinder ordentlich SpielKrimsKrams tauschen.







 


5.Tag 16.Juli
Heute Nacht ist Nico aus dem Hochbett gefallen. Bis auf einen großen Schrecken und einer dicken blauen Beule, ist ihm aber nichts passiert. Nun tauschen wir und ich darf oben schlafen. Das ist vielleicht ganz gut, weil die Matratze unten schon ziemlich durch sind. Nach dem Frühstück mit weichem dänischen Brot, dass ganze 15 Minuten satt macht, fahren wir ins Adlerreservat. http://www.eagleworld.dk/ .Danach verbringen wir einen lange Nachmittag am Nordseestrand und fahren zur Råbjerg Mile, einer riesigen Wüstenlandschaft. Ok... eigentlich ist es eine riesige Wanderdüne. Auch dort loggen wir einen Schatz und fahren zur Hütte. Nach dem Abendbrot geht es dann noch mit dem Fahrrad auf eine weitere erfolgreiche Schatzsuche.








 


6.Tag 17.Juli
Wieder einmal geht es nach Skagen. In die Bücherhalle, um nach weiteren Schätzen zu „surfen“.
Danach bummeln wir durch die Fußgängerzone und dann fiel uns ein, dass Nico und Felix ja noch so ein Surfbrett haben wollten, wie es bei LIDL gab. Hier sind die Dinge zu teuer, aber der nächste Lidl ist 40 Kilometer entfernt... oder doch nicht? Also schnell vor dem Cafe, dass einen Hotspot hat, auf einer Bank bequem gemacht und auf der Internetseite von Lidl nach den Filialen geschaut. Ok... schade.... die nächste Filiale ist wirklich erst in Frederikshaven. Also schauen wir Montag auf dem Weg zur Fähre dort mal vorbei. Dann geht es noch mal zur „Grenen“, der Spitze von Dänemark. Dort besteigen wir einen schicken Leuchtturm mit 210 Stufen. Als wir oben sind, haben wir eine wunderschöne Aussicht auf das Meer und die Dünenlandschaft. Direkt an der Spitze hatten wir uns noch 2 Schätze vorgenommen. An Schatz Nummer 2 treffen wir weitere Geocacher. Ein Pärchen aus Dresden, die ebenfalls auf Cachertour sind. Sie gaben und dann auch gleich die Koordinaten von weiteren Schätzen in der Nähe. Hier gibt es so viele, dass wir nur per Zufallsprinzip ein paar ausgewählt haben, aber wenn die anderen auf dem Weg liegen...., warum nicht. So haben wir wohl unseren Rekord gebrochen. 5 Schätze in innerhalb von rund einer Stunde. Und immer waren es sehr große Behälter und die Kinder freuten sich über reichlich neues Tauschspielzeug. Ich muss dazu sagen, dass die Schätze hier auch sehr leicht zu finden sind. Diese 5 Stück befanden sich ja an einsamen Trampelpfaden, weit von den Touriecken entfernt. Hier kommt wahrscheinlich nur Geocacher hin. D.h. die Behälter liegen einfach so unter den Büschen oder groß getarnt zu sein. Langes Suchen fällt da flach. Ist fast schon Langweilig, aber die Kinder freuten sich, wenn einem die Schatzkiste schon aus 10 Meter Entfernung anstrahlt. Am Nachmittag ging es dann mit dem Rad zum Ostseestrand. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass beide Strände sehr sauber sind und auch das Wasser ist sehr klar. Die Ostsee ist etwas ruhiger und am Anfang auch sehr flach. Um als Erwachsener richtig zu schwimmen, muss man schon ein paar Minuten durch das knietiefe Wasser laufen. An den Ostseestrand darf man hier nicht mit dem Auto fahren. Also bis an die Düne mit Rad oder Auto und dann 5 Minuten durch die Dünen laufen. Von Hulsig ist der Ostseestrand ca. 2 Kilometer entfernt. Der Nordseestrand, der ca. 6 Kilometer entfernt und ist nur über eine schlechte Straße zu erreichen. Für Autos ok, für Fahrräder nicht so schön. Also waren wir auch immer mit dem Auto an der Nordsee. Vor allem, weil man hier mit dem Auto auf dem Strand fahren darf. Die Nordsee ist rauer, es weit meistens eine „steife Brise“ und entsprechend ist der Wellengang. Da man den Strand aber leichter erreichen kann, ist er entsprechend voller, aber wenn man 5 Minuten mit dem Auto am Strand fährt, wird es auch schon einsamer. Wir konnten uns nicht ganz entscheiden, welcher Strand uns besser gefiel. Jeder hat seine Vor- und Nachteile.

 





 


7.Tag 18.Juli
Zuerst fahren wir an den Nordseestrand. Leider ist der Wind zu heftig und die Wellen zu wild, um baden zu gehen. So lassen wir einen Drachen steigen und beobachten einen Surfer. Danach ging es in die „Ålbæk Klitplantage“, so eine Art Naturreservat mit ausgeschilderten Wanderrouten. Ein kleiner Vorgeschmack auf Schweden. Wir wandern über 2 Stunden durch den Wald und sehen keinen Menschenseele. Traumhaft! Dafür jede Menge Vögel und sogar zwei Mäusebussards ziehen kreischend ihre Runden. Nicht zu vergessen, haben wir jede Menge Blaubeeren gesammelt. Zurück an Hütte genossen wir diese mit Milch und Zucker und spielten  Fussball. Danach packten wir schon mal ein paar Teile zusammen. Am späten Nachmittag machten wir noch eine Fahrradtour in die „Bunken Klitplantage“. Auch wieder über einsame wunderschöne Strecken an 2 Seen vorbei.

 



Das Shirt, dass Nico vor ein paar Jahren von meinem Brieffreund Koji aus Japan bekommen hat,
steht Felix nun auch besonders gut.








 


8.Tag 19.Juli
Das kleine Hütte lassen wir hinter uns und fahren zur Fähre nach Frederikshavn, die uns in 3 Stunden nach Göteborg bringen soll. Wir zahlen für die Überfahrt 2710 Dänische Kronen. Umgerechnet 363 Euro. Ca. 80 Euro mehr als geplant, weil die Fahrräder auf dem Anhänger ca. 20 cm zu hoch sind. Somit sind wir über 2 Meter hoch und zahlen entsprechend mehr. Blöd.... daran haben wir nicht gedacht, sonst hätten wie die Räder halt vor der Fähre einfach „hingelegt“. Nun ja.... in der Schlange am CheckIn Schalter ist es zu spät und wir wollen ja noch mit rauf auf die Fähre. Bei den Fährfahrten auf der Rücktour werden wir uns vorher entsprechend informieren.
Und nun mal wieder zum Thema „Internet“. „Eigentlich“ ist es uns ja ziemlich wurscht, ob wir online gehen können und „eigentlich“ brauchen b.z.w. wollen wir es im Urlaub auch gar nicht. So ist das Handy auch jeden Tag nur kurz an, um eventuelle Notfall-Mailbox Infos von zu Hause zu empfangen. Aber als „Geocacher“ ist es schon genial, wenn man vor Ort immer die besten Caches suchen kann. Zumal man per Internet natürlich auch viel besser schauen kann, welcher Campingplatz in Frage kommt und wie dieser sich im Internet präsentiert. So waren wir erfreut, dass nicht nur am Hafen beim Warten auf die Fähre, sondern auch auf der Fähre selbst Internet per Wlan kostenlos zur Verfügung stand. Ok... die Verbindung war schlecht und es machte keinen Spaß... Als wir in den Hafen von Göteborg kamen sahen wir schon an der Landschaft, dass wir in Schweden sind. Schön wieder zu Hause zu sein :-) Jeden Meter, den wir fuhre, wurde uns immer klarer, dass Schweden ein tolles Land ist und kein Vergleich zu Dänemark. Allein von der Landschaft her hat Schweden schon viel mehr zu bieten. Wir fahren ca. 50 KM nördlich nach Marstrand-Koön in den Schären. Hier haben wir uns einen Campingplatz ausgesucht, der laut Führer recht nett sein soll. Angekommen erhalten wir erst einmal einen kleinen Schock. Der Platz ist randvoll! Wir werden zu einer Zeltwiese geschickt, die Mitten auf dem Platz liegt und überfüllt ist. Da finden wir nur schwer einen Platz für unser Zelt. Wir wollen schon umdrehen und weiterfahren, da bringt uns ein Campingplatzmitarbeiter zu einer freien Stelle am Ende des Platzes. Ok... noch immer sehr voll und alles dich an dicht, aber erst einmal ist es ok. Schließlich reisen wir mitten in der Urlaubszeit. Da können wir nichts viel erwarten. Geplant waren 4 bis 5 Tage Aufenthalt. Wir überlegen nun, ob wir 1 oder 2 Nächte bleiben. Wahrscheinlich werden es aber 2, da die Gegend doch recht nett ist. Aber länger bleiben wir nicht. Ein kleiner Pluspunkt ist hier auf jeden Fall, dass überall auf dem Platz Internet per Wlan kostenlos zu Verfügung stand. Da haben wir wieder das Internet.... wie furchtbar :-) Als das Zelt aufgebaut ist, gehen wir erst einmal an den kleinen Strand, keine 3 Minuten entfernt. Eine kleine warme Ostseebucht mit klarem Wasser.
 









9.Tag 20.Juli
Wir machen einen Radtour. Und zwar geht es mit der Fähre nach Marstrandsön. Eine Insel, zu der die kleine Fähre ca.5 Minuten fährt. Das Ticket kostet auch nur ca. 2 Euro pro Erwachsenen. Kinder bis 7 sind frei. Autos können zwar mit, aber auf der Insel gibt es kaum Staßen und daher auch kaum Autos. Marstrand ist eine typische Seglerstadt. Teuer und jede Menge Schickimicki-Leute. Furchtbar! Überall teure Yachten und viele der Leute kommen sehr arrogant rüber. Macht aber nichts. Wir bleiben ja nicht lange. Auf der Insel besuchen wir die „Carlstens Festung“. Zuerst wollten wir nicht rein, haben dann aber zum Glück doch auf die Kinder gehört. Ca. 7,50 Euro Eintritt für Erw. und Kinder bis 7 sind wieder frei. Das ist toll in Schweden! Die Festung ist toll und biete viele „geheime“ Gänge und dunkle Räume. Wir hatten unseren Spaß! Dann gingen wir natürlich wieder auf Schatzsuche und wollen dem Wanderweg rund um die Insel folgen. Mit dem Fahrrad! Das war ein Fehler! Der Weg um die Insel ist so eine Art Klippenrandweg wie auf Helgoland, jedoch ohne festen Weg. Er fängt als Kiesweg an und bevor wir es uns versehen, sind wir mitten in der Steinlandschaft und das Fahrrad muss oft getragen werden. Eine Tortur, aber da müssen wir durch. Ich glaube, wie sind die einzigen Menschen, die jemals hier mit dem Fahrrad lang gegangen sind und ich bin froh, dass ich die Kommentare der schwedischen Leute nicht verstehen kann, die uns unterwegs begegnen. Die Gesichter sprechen Bände.... Das die Gegend ist wundervoll! Ich kannte diese Natur bisher nur aus Norwegen. Karge Felslandschaft mit viel Leben. Überall kämpfen sich Pflanzen hervor und immer wieder finden wir kleine klare Seen mit einer tollen Unterwasserwelt. Die Tour um die Insel hat, keine Ahnung, wohl so 3 oder 4 Stunden gedauert. Es war sehr anstrengend, besonders für die Kinder. Dafür gab es hinterher als Belohnung am Hafen ein großes Softeis mit Streusel. Auf dem „Festland“ kaufen wir dann im Coop-Shop noch etwas für das Abendbrot und fahren zum Platz. Die Natur hier ist schön, die Leute gefallen uns nicht so. Wie gesagt, Schickimicki-Segler, nicht unser Ding und wir sind froh, dass es morgen weiter geht. Nach dem Essen gehen wir dann noch ein wenig an den Strand. Etwas bereue ich, dass wir unsere Kajaks nicht dabei haben. Es ist sehr windstill und so eine kleine Tour durch die Schären wäre schon nett.... Aber wegen einer netten Gelegenheit 3 Wochen die Boote auf dem Dach zu haben.... das lohnt nicht. Da hätten wir den Urlaub anders planen müssen. Das holen wir nach, wenn die Kinder größer sind und Nico selbst fährt. Zum Thema Internet: Da haben wir heute morgen auf dem Klo das Notebook aufgeladen, weil wir sonst keinen Strom haben. Mussten wir gar nicht! Meike hat heute Abend einen Aufenthaltsraum gefunden, in dem man sich ganz gemütlich hinsetzen und surfen/laden kann. Hier stellen die Leute sogar ihre Kühlboxen unter.









 


10.Tag 21.Juli
Wir machen uns auf den Weg zum nächsten Campingplatz. Wir haben uns am letzten Abend noch einmal die Plätze in Ulricehamn angeschaut, die wir eigentlich näher ins Auge gefasst haben. Sie machen auf uns aber einen sehr sterile Eindruck und scheinen zu zentral zu liegen. So halten wir nach Alternativen Ausschau und finden auch einige. Ca. 100 KM weiter als geplant in Hok bei Vaggeryd finden wir einen Platz mit dem Namen „Natur-Camping“. Ca. 40 KM südlich Jönköping. Keine weiteren Infos, keine Preise, keine Fotos. Nur die Anzahl der Plätze: 50. Also sehr klein. Ok, den nehmen wir. Als wir von Göteborg auf die 40 fahren, sehen wir auch endlich die für uns typische Schwedische Landschaft. Wald,Wald,Wald und Seen. Hier fühlen wir uns wohl. Einsame Landstraße durch dichte Wälder. Nur selten sieht man ein anderes Auto und immer wieder macht der Wald Platz für wunderschöne Seen. In Hok, dass selbst nur ein kleines Dorf ist, geht es noch 1 KM über einen Kiesweg zum Campingplatz. Der erste Eindruck ist schon toll und der Rest bestätigt uns, dass der Planwechsel eine gute Wahl war. Ein Bauer hat hier ein Stück Wald zum Campen freigegeben. Er ist nur Abends 2 Stunden vor Ort. Ansonsten trifft man ihn auf seinem Hof, etwas 500 Meter weiter. Dort melden wir uns und wir bekommen gesagt, dass wir uns einfach irgendwo aufstellen sollen und später kommt er dann vorbei. Schnell haben ein ein nettes Plätzchen gefunden. Besonders voll ist es ja auch nicht. Mit unserem dänischen Nachbarn kommen wir ins Gespräch, weil er ein Prijon Kajak vor dem Zelt liegen hat. Ich möchte mein Englisch üben und er antwortet, dass er auch deutsch spricht. Ok, also in deutsch. Er erzählt uns eine Menge über den Platz und die Umgebung. 200 Meter entfernt ist ein See, wo Ruderboote und Kanus liegen. Dort darf man sich einfach bedienen. Es gibt dort einen Schuppen, die die Paddel und Schwimmwesten liegen. Bei Abreise sagt man einfach, wie oft man gepaddelt ist. Später erfahren wir, dass wir über unseren Aufenthalt pauschal ca. 5 Euro bezahlen. Egal wie oft wir in der Zeit gepaddelt sind. Ebenso unkompliziert ist der Rest. Mitten auf dem kleinen Platz gibt es eine kleine Hütte. Dusche (kostenlos), Rezeption (19-21 Uhr) und Küche. Benutzung der Küche, also Backofen, Herd, Spüle und Kühlschrank ebenfalls kostenlos. Waschmaschine und Trockner gibt es auch. Nirgends muss man Geld einwerfen. Bei Abfahrt sagt man einfach, wie oft man gewaschen hat und zahlt entsprechend. Super! Dann fahren wir erst einmal in den nächsten Ort mit Geschäften. „Vaggeryd“, ca 10 KM entfernt, ist alles andere als eine Stadt, hat aber einen ICA, einen COOP und eine kleine Einkaufsstraße. Noch ein paar Sachen für das Abendessen, das Frühstück gekauft und schnell geht es wieder zurück zu unsere Oase. Bei der Anmeldung erfahren wir auch, dass es hier tolle Rad- Wanderwege quer durch die Wälder gibt. Auch ist der See, der sich nicht weit entfernt befindet, nur ein kleines Gewässer. Ein kleines Stück weiter, auch zu Fuß zu erreichen, gibt es einen See, der viel größer ist. Hier bleiben wir länger! Ca. 5 Tage sind geplant! Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen. Wir gehen noch kurz zu dem kleinen See und schauen uns die Boote an. Sie sind ok und seetauglich. Der See selbst ist ein wunderschöner Natursee mit jeder Menge Seerosen, einen Steg und sogar einem kleinen Strand. Und vor allem Menschenleer. Klar, in Schweden gibt es so viele Seen, da braucht niemand weit zu fahren. Baden kann man hier auch gut. Das Wasser ist warm und es geht flach in den See hinein. Hier gefällt es uns richtig gut. Der Wind bläst zwar warm, aber doch heftig. Hoffentlich nimmt er noch ab.


 


11.Tag 22.Juli
Der Tag beginnt mit Regen. Also verschieben wir die Kanutour und nehmen lieber die Fahrräder. In geeigneten Regenklamotten geht es los. Wir können sie aber schon nach einer halben Stunde wieder ablegen. Es wird schnell sonnig. Man kann hier wunderbar durch nahegelegene Naturreservat fahren. Die Kinder nervt nur etwas, dass es immer bergauf und bergab geht. Ok, wahrscheinlich eher das bergauf. Wunderschöne Einsame Gegend. Wir sehen eine Menge Rehe, aber leider keinen Elch. Zwischendurch gehen wir noch auf Schatzsuche. Dazu müssen wir ca. 500 Meter vom Weg ab quer durch den Wald über einen kleinen Trampelpfad wandern. Sehr spannend, weil es wirklich ein sehr kleiner Pfad durch einen sehr dichten Wald ist. Dann kommen wir an eine tolle Schlucht mit einem Fluss. An dieser Schlucht gibt es eine Höhle, die jedoch zugeschüttet wurde. Sie hat den Namen „Skomakarens kammare“. Laut der schwedischen Beschreibung hat hier mal ein Schuhmacher gearbeitet. In der Schlucht müssen wir ordentlich klettern, um an den Schatz zu kommen. Warum Felix den Helm bei dieser Wanderung nicht abnehmen wollte, konnte er uns nicht sagen, aber hier in der Schlucht waren wir froh, dass er ihn auf hatte. Über die Leite, die direkt über die Schlucht zu einem weiteren Trampelpfad geht, mussten wir eigentlich nicht, aber das Abenteuer war zu verlockend.... so etwas gibt es nicht mal auf den besten Abenteuerspielplätzen. Nach der Radtour machen wir noch einen Abstecher in die City von Vaggeryd. Noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Wir finden auch einen „Video / Audio“ Shop, der auch Handys zu haben scheint. Nachdem unsere Aldi-Medion-Stick auch nicht mit der deutschen Karte und anderer Software ins Netz will, wollen wir es noch einmal probieren und einen Fachmann fragen. Der Laden scheint perfekt! Er hat nicht nur Handys, sondern auch Computer. Die einzige Bedienung ist ein Mädel von vielleicht Anfang 20.... na toll.... ob die uns helfen kann. Wir erzählen ihr von unserem Problem und sofort will sie unser Notebook haben und schauen, ob sie uns helfen kann. So kommt aber weder mit der Medio-Software noch mit nwconn aus.... logisch.... muss sie ja auch nicht. Sie hat uns dann aber so toll beraten, dass wir uns entscheiden, einen neuen Surf-Stick für Skandinavien zu kaufen. Vom Anbieter 3Connect. Der ist zwar durch Simlock an 3Connect gebunden, was uns aber nicht stört. Er funktioniert in Dänemark, Schweden, Norwegen und vielleicht auch in weiteren Ländern. Wir sagen der Verkäuferin, dass wir ihn nur kaufen, wenn er auch funktioniert. Schnell hat sie die Software installiert und nach 2 Klicks sind wir online.... so schnell und problemlos geht das? Wieder einmal bestätigt sich für mich die Tatsache, dass man viel bei Aldi kaufen kann, aber von Medion sollte man lieber die Finger lassen. Für rund 25 Euro bekommen wir den Stick inkl. der Wochenflatrate.
Nun sind wir glücklich und können nun überall und jederzeit surfen. Schnell suchen wir noch 2 weitere Schätze in der Umgebung heraus :-) Glücklich und zurfrieden und zu Feier des Tages gehen wir erst einmal essen. Pizza! Zu oft gehen wir nicht essen. Es ist zu teuer. Gerade wenn man Fleisch haben möchte. Aber rund 9 Euro für eine Pizza finde ich in Ordnung und sie war wirklich gut. Zurück am Platz holen wir die geplante Kanutour nach. Wir fahren den See entlang, der eher ein breiter Fluss zu sein scheint. Leider kommen wir nicht weit. Nach einer Stunde kommen wir an ein Wehr o.ä. Auch sehen wir keine Möglichkeit umzutragen, da die Ufer durch die Bepflanzung nicht begehbar sind und da wir nichts kaputt trampeln wollen, drehen wir wieder um. Den Kindern genügt die 2 Stunden Fahrt auf jeden Fall. Vor allem, weil wir erst gegen 20 Uhr losgefahren sind, wo sie sonst schon im Schlafsack schlummern. So ist es auch schon etwas düster, als wir am Platz ankommen. Wir hatten gehofft, einen Elch zu sehen. Davon soll es hier viele geben. Entsprechend waren wir mit Fotokamera und Fernglas ausgestattet. Der Elch ließ sich aber nicht blicken. Vielleicht waren wir auch zu laut....

 











Auf Schatzsuche in der "gefährlichen" Schlucht... :-)










 



12.Tag 23.Juli

Es geht in die Westernstadt bei Värnamo www.highchaparral.se
Ich finde es schon seltsam, dass Kinder den gleichen Preis wie Erwachsene zahlen, sobald sie über 1 Meter groß sind..... Drinnen bestätigt sich meine Vermutung. Nichts ähnelt an die typische schwedische Familienfreundlichkeit, wie wir sie aus anderen Parks kennen. Jede Kleinigkeit kostet extra. Die Fahrt mit der Eisenbahn, Ponyreiten, ja sogar für eine Hüpfburg muss man sich ein „billjet“ für ca. 2 Euro holen. Nur die Shows sind im Eintrittspreis inkl. Ok, die Shows sind nett gemacht, wenn auch gleich ziemlich einfach und komplett für Touris ausgelegt. Vor allem die Indianashow weckt bei mir das Gefühl, einfach nur ein Touri zu sein, der auf Abzocke wartet und diese gern in Kauf nimmt. Auch finde ich es seltsam, dass die Indiana schon Hulahopp-Reifen und Neonstrumpfhosen gehabt haben sollen..... Zum Glück haben wir nur eine Tagesgarten genommen und nicht gleich das Zweitagesticket. Den Kindern sind die Show eh zu laut und vor allem Felix hat der Ballerei nichts abgewinnen. Es ist auch schon seltsam, dass man andauernd im ganzen Park von den viele Touris beschossen wird. Nicht nur jedes Kind hat hier scheinbar eine Waffe, sondern auch viele Erwachsene sind gekleidet, als wenn sie das hier alles sehr ernst nehmen. Seltsam... seltsam....
Auch fühle ich mich wie in ein anderes Land versetzt. Es ist wohl die Region. Mir ist in den letzten Tagen schon aufgefallen, dass Südschweden hier einen amerikanischen Flair hat. Ammischlitten, getunte Autos, Armykleidung, übertriebende Tatoos u.s.w. Irgendwie ist das hier nicht das Schweden, dass wir kennen. Nicht negativ, halt einfach nur anders. In der Westernstadt fällt es mir besonders auf. Auch auffallend viele übergewichtige Leute sind zu sehen. Und wenn wir schon beim Schubladendenken sind... die schwedische Freundlichkeit der Menschen im Park vermisse ich auch. Gut dass es bald nach Vimmerby zum Astrid-Lindgren-Land geht...

 















Den gespielte Raubüberfall fand Felix überhaupt nicht lustig. Kein Wunde!
Plötzlich kommen fremde Männer mit bösem Gesicht und lautem Geschrei in den Waggon,
die nicht nur eine Sprache sprechen, die er nicht verstehen kann, sondern diese Männer haben sogar
noch Waffen und die Schüsse sind sehr laut...







Felix hat es heute nicht leicht. Auch die Westernshow ist sehr laut...

 


13.Tag 24.Juli
Leichter Nieselregen unterstützt unser Vorhaben, heute nach Jönköping zu fahren. Zuerst geht es zum Baumarkt „JULA“. Immer wieder lustig und interessant, Geschäfte in anderen Ländern zu besuchen. Meike kauft sich eine neue Arbeitshose und ansonsten gibt es Kleinkram. Eine Schwedenfahne, einen Camping-Strom-Adapter und noch dies und das. Nico ist happy! Seit Tagen jammert er, dass er auch mal angeln möchte. Da wir aber mit diesem Kram nichts am Hut haben, stieß er dabei bisher bei uns auf taube Ohren. Aber bei „JULA“ finden wir eine Angeln für rund 10 Euro. Das ist uns der Spaß wert. Leider ist das Schild „kör sakta lekande barn“    (Vorsicht! Spielende Kinder) gerade ausverkauft. Ich werde nach dem nächsten Baumarkt Ausschau halten, denn so ein Schild möchte ich unbedingt haben. Wir fahren weiter ins Streichholzmuseum, wo wir auch bei unserem letzten Schwedenurlaub schon waren. Nebenbei wird natürlich noch fleißig nach Schätzen gesucht, bevor es zu Ikea geht. Ikea muss sein! Dort gibt es einige Dinge zu sehen, die in Deutschland noch nicht erhältlich sind und auch so ist ein Ikeabesuch immer ein Erlebnis. Auch der Hinfahrt nach Jönköpingist uns übrigens etwas seltsames passiert. Auf der Autobahn stand ein Auto auf dem Standstreifen und ein Mann winkte um Hilfe. Also hielt ich an. Es war ein Türke aus England, der angeblich ohne Sprit liegen geblieben ist und nun Geld braucht, damit er tanken kann. Seine Kreditkarte sei gesperrt und wir sollen ihm Geld leihen. Sein Englisch war sehr schlecht, aber die Sache war sehr sehr schwammig. Dann wollte er uns noch seinen Goldschmuck verkaufen, der „natürlich“ echt ist und einen viel höheren Wert hat, als er von uns dafür haben will. Nun ja.... ich denke nicht, dass er uns betrügen wollte. Für solche Geschäfte gibt es sicherlich bessere Orte, als eine Autobahn, wo eh kaum jemand anhält. Aber da wir keine Ahnung von Schmuck haben, konnte wir ihn nur bitten, auf den nächsten Autofahrer zu warten...... Zurück am Platz geht es zum See und Nico darf seine Angel ausprobieren. Ich mache lieber ein Lagerfeuer. Und es ist erstaunlich... ich habe gedacht, dass die Angel so ein typisches 2 Minuten Spielzeug ist, doch Nico nimmt sich richtig eine Auszeit, setzt sich eine ganze Zelt allein auf den Steg und beobachtet den Angelhaken. Er will unbedingt morgen noch einmal angeln, auch wenn diesmal keiner angebissen habe. Ok, die Brotköder waren schnell verbraucht und Nico wollte sich nicht sagen lassen, dass Fische keine Weintrauben essen. So hat er ziemlich alle mit einer Weintraube als Köder gefischt. Abends bezahlen wir schon mal den Campingplatz. Wir fahren zwar erst Montag, aber morgen Abend wollten wir wandern gehen und das „Büro“ hat ja nur von 19-21 Uhr geöffnet. Wir zahlen 1000 KR. Das sind rund 100 Euro! Für 5 Nächte inkl. Kanuverleih, 2 x Waschen und 2 x Trocknen. Genial!





 



14.Tag 25.Juli
Heute Nacht gab es ein Unwetter der feinsten Sorte. Gegend 22 Uhr fing es an und ging bis ca. 11 Uhr. Sturm und Regen ohne Pause. Auf dem Platz sind einige Zelte abgesoffen. Ich weiß nicht, ob es an der guten Qualität unseres Zeltes oder am gewählten Standort lag, wahrscheinlich beides, auf jeden Fall blieb unser Zeit innen trocken. Ok, mal vom Schwitzwasser unter den Isomatten abgesehen,  dass entsteht, wenn sich unter dem Zelt Wasser sammelt, aber das ist ja normal. Ansonsten hat das Zelt alles gut überstanden, auch den Sturm. Meike hatte aber auch extra noch mal alles ordentlich abgespannt. In der Nacht bin ich oft aufgewacht, der Sturm war ja auch mächtig laut. Oft dachte ich, dass gleich unser Zelt einstürzt oder wir das Vorzelt 2 KM entfernt im Wald suchen dürfen. Aber wir überstanden die Nacht ohne Schaden. Da es noch immer stark regnet suchen wir schnell nach eine Indooraktivität und werden in Nässjö. Ca. 30 KM entfernt. Dort gibt es ein Eisenbahnmuseum der „einfachen“ Art. Also eher klein, aber für uns reicht ist. So große Eisenbahnfans sind wir dann ja auch nicht. Wir sind doch ziemlich überrascht... als wir unsere Tickets haben, die rund 4 Euro für einen Erwachsenen kosten, steht ein lustiger Herr hinter uns, der uns persönlich das ganze Museum, alle Loks und Waggons erklärt. In Englisch für mich und in Schwedisch für Meike. Für die Kinder versuchen wir zu übersetzen. Müssen wir aber nicht, da das Museum viele „praktische“ Dinge zum ausprobieren bereit hält. So eine persönliche Führung ist schon toll und das ohne extra Kosten. Lobenswert! Die ganzer Rundgang dauert bestimmt ca. 45 Minuten. Dazu muss man aber auch sagen, dass außer uns keine anderen Gäste vor waren. Vielleicht werden ja sonst Gruppen herumgeführt. Danach gehen wir noch einkaufen, was an einem Sonntag kein Problem ist und essen in einem Imbiss. Zurück zum Platz wählen wir im Navi die kürzeste Strecke. Damit brauchen wir zwar viel länger, fahren aber keine Autobahn, sondern nur kleine Straßen durch kleine verschlafene Dörfer, auf der Suche nach Elchen. Ohne Erfolg! Nur 2 Rehe springen uns vor das Auto, aber als wir sie sehen, sind sie auch schon wieder verschwunden. Aber wir finden unterwegs einen Bauernhof der „Loppis“ (Trödel) anbietet. Das ist immer was für mich! Ich finde auch gleich etwas. Eine alte schwedische Eisenbahnerlampe. Leider werde ich mich mit dem älteren Ehepaar nicht einig und finde 50 Euro zuviel. Am Platz angekommen ist das Wetter etwas besser geworden, wir machen eine kleine Wanderung durch den Wald und gehen zu Anlegestelle am Campingplatz in die so genannte Shelter (Schutzhütte). Nico versucht sich mit der Angel und ich mache ein kleines Lagerfeuer.




 


15.Tag 26.Juli
Heute ging es noch mal zum Angeln, während Meike gepackt hat. Frauen können so etwas einfach besser :-) Die Sonne sorgte dafür, dass wir das Zelt trocken einpacken konnten und uns in aller Ruhe in Richtung „Vimmerby“ aufmachen können. Kurz vor dem Ziel besuchen wir in Mariannelund noch einen kleinen Bonbonladen mit eigener Herstellung. Ähnlich wie der in Skagen http://www.karamellkokeri.se/  Dann wird noch mal nach Loppis geschaut und der Campingplatz angefahren. Wir haben uns wieder für den Nossenbaden entschieden, weil dieser nicht direkt in Vimmerby liegt, man die Stadt aber trotzdem mit dem Rad erreichen kann. Auch hat dieser Platz 2 Ebenen und die Zeltwiese oben auf dem Hügel ist einsam und ruhig. Beim letzten Mal.... da waren wir auch im Juni hier. Jetzt haben wir Urlaubszeit und entsprechend voll ist der Platz. Egal. Wir sind früh da und können uns einen guten Platz suchen. Es wird immer voller. Auch einige Deutsche mit Kindern. Nico und Felix freuen sich über jede Menge „Fussballfreunde“.


 

 



16.Tag 27.Juli
Astrid-Lindgren-Welt Tag 1. Super Wetter! Wir fahren mit dem Rad hin. Eine gute Entscheidung. Es ist sehr voll und die Autos stehen Schlange, um auf dem Parkplatz der Astrid-Lindgren-Welt zu kommen. Wir fahren einen Schleichweg und sind schneller. Außerdem sparen wir uns die Parkgebühr. Wir merken schon ein wenig, dass wir die letzten Mal im Juni, also in der Vorsaison in dem Park waren. Es ist schon voller, aber es verläuft sich schnell. Es ist wie immer toll! Man zahlt nur einmal Eintritt. Ca, 110 Euro für 2 Erwachsene und 2 Kindern für 2 Tage. Das war es dann aber auch. Alles weitere im Park ist kostenlos und auch sonst ist der Park sehr sehr Familienfreundlich. Überall Picknick und Grillplätze. Essen und Trinken im Park sind sehr günstig. Eine Wurst mit Kartoffelpüree und Salat ca. 3,50 Euro und ein Becher Cola 2 Euro. Die Shows sind wir damals super gemacht und es bringt sehr viel Spaß, den Tag dort zu verbringen. Auch wenn wir natürlich nicht so viel verstehen. Aber die Geschichten von Astrid-Lindgren sind ja auch in „ausländisch“ einfach zu verstehen. Auf dem Rückweg entdecke ich durch Zufall an einem Straßenschild noch einen „Schatz“. Er ist aber auch schlecht versteckt. Beim „Bergen“ habe ich anscheinend ein Wespenvolk erschreckt. Ich werde von einigen angegriffen und muss flüchten :-). Abends spielen Nico und Felix noch lange Fußball auf dem Platz. Nico mittlerweile mit einem ganzen Haufen deutscher UND schwedischer Kinder. Felix hat sich lieber ein deutsches Mädchen gesucht und spielt zuerst etwas Fußball und dann ein Gesellschaftsspiel mit ihr.

 







 


17.Tag 28.Juli
Tag 2 in der Astrid-Lindgren-Värld. Als wir zurück kommen, müssen wir feststellen, dass der Campingplatz sehr voll geworden ist. Vor unserem Zelteingang sitzend schauen wir direkt auf einen dänischen Wohnwagen. Ich fühle mich wie in einer Reihenhaussiedlung. Aber halb so wild, wir sind ja nur zum schlafen hier....

 












 


18.Tag 29.Juli
Der Campingplatz wird noch voller und nun wissen wir auch warum. Der Bullerby-Cup findet gerade statt. Ein Kinderfußballturnier mit 5000 Teilnehmern. Wir fahren nach Katthult, wo „Michel“ gedreht wurde. Oder besser gesagt „Emil“, wie er ja im Original heisst. Katthult ist aber kein Ort, also nicht im Navi zu finden. Und den Ort „Gibberyd“ kennt unser Gerät nicht. Also geben wir „Rumskulla“ ein. Das ist der nächste größere Ort und von dort aus ist Katthult ausgeschildert. Nachmittags suchen wir dann noch ein paar Schätze und lassen den Tag  gemütlich und ruhig ausklingen.


 


19. + 20. Tag 30.+31.Juli
Wir packen langsam alles zusammen und machen uns auf den Weg nach Vaxjö, um in ein paar Baumärkten weiter nach einen  Schild „kör sakta lekande barn“    (Vorsicht! Spielende Kinder) zu suchen. Fehlanzeige! Außerdem suchen wir noch Schätze und steuern Älmhut an. Der Geburtsort von Ikea. Dort besuchen wir den 1.IKEA Markt, suchen Schätze und fahren weiter Richtung „Helsingborg“ zur Fähre, die wir gegen 22.30 Uhr befahren. Dann noch 2 Stunden durch Dänemark, um die Fähre nach Puttgarden zu bekommen. Gegen 5.30 Uhr sind wir dann zu Hause.


 

Bonbons in großer Auswahl und für etwa 79 Cent pro 100 gr.




Fazit:
Ein netter Urlaub, aber doch zu "normal" und auf zu südlich.
Dänemark gefällt uns nicht so sehr. Dort werden wir wohl erst mal keinen Urlaub mehr machen
und das nächste Mal geht es in Schweden auf jeden Fall viel weiter hoch. Ab in die Einsamkeit.
Wild zelten und Elche beobachten....
 


Alle Angaben ohne Gewähr und Stand "Juli 2010".
Diese Seite gibt nur meine persönliche Meinung und mein persönliches Empfinden wieder.



 


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