Wandern im Harz

Auf dem Hexenstieg von Torfhaus nach Altenbrak / Brockenumgehung


05. - 12.Mai 2018




Der komplette Hexenstieg
Quelle: www.wandern-im-harz.de





 

 



Tag 1 - Mittwoch, 9.Mai
 

Sehr früh geht es los! Wir fahren nach Torfhaus und wollen von dort die letzte Etappe auf dem Hexenstieg laufen, die uns bisher fehlte. Die Brockenumgehung - die Südroute. Der Weg ist nett, wenig Touris und wir haben schönes Wetter. Wir machen Mittag in einem kleinen Gasthof am Weg. Eigentlich wollten wir heute weniger wandern, da wir früh aufgestanden sind und die Anreise auch Kraft gekostet hat. Aber ist Regen angesagt! Daher wandern wir lieber 20 KM nach zum Silberteich, weil sich dort eine gute Schutzhütte befinden soll. Am kleinen Silberteich stellen wir jedoch fest, dass unsere Karte einen Fehler enthält. Die Schutzhütte ist eine Stempelstelle. Also suchen wir uns einen netten Platz im Wald und schlagen unser Tarp auf. Leider hat Stefan Magen/Darmprobleme... Zum Glück haben wir den Silberteich, so ist Hygiene kein Problem :-)  Woher die Beschwerden kommen, ist nicht ganz klar. Sie kamen sehr plötzlich. Lag es an dem Wasser aus der Quelle? Eigentlich haben wir sehr gute Erfahrung mit dem Wasser im Harz gemacht und Nico hat auch davon getrunken und ihm geht es gut.





















Tag 2 - Donnerstag, 10.Mai


Es war eine sehr kalte, aber trockene Nacht. Geweckt wurden wir vom strahlendem Sonnenschein und einem tollen Blick über den Silberteich. Mit blauem Himmel gehen wir nach Braunlage. Wir frühstücken und kaufen etwas Verpflegung für unterwegs. Kurz nach Braunlage bzw. kurz vor dem Ortsausgang verlaufen wir uns, dass das Hexenstiegschild umgekippt ist, wie sich später herausstellt. Ein Hotelmitarbeiter ist aber so freundlich und weist uns den Weg. Wir stellen das Schild wieder notdürftig auf, damit die anderen Wanderer es einfacher haben. Gegen 15 Uhr sitzen wir in einem Biergarten und trinken etwas, als es sich plötzlich sehr stark und schnell zuzieht. Ein Gewitter! Wir gehen weiter und das Unwetter scheint lange Zeit neben uns her zu wandern, ohne dass wir kaum einen Tropfen abbekommen. Beim "Mandelholz" angekommen, sind wir so auf den richtigen Weg konzentriert, dass wir eine Stempelstelle übersehen. Ab "Mandelholz" ist der Hexenstieg gesperrt. Ein Schild weist und nur darauf hin, dass die Südumgehung gesperrt ist. Da das Schild aber schon älter und der Weg nicht abgesperrt ist, gehen wir ihn trotzdem. Der Regen wird erreicht uns, er wird immer schlimmer und wir verlieren die Motivation. Wir kämpfen uns aber weiter bis zur Hütte im Steinbachteil. Da wir doch recht nass geworden sind, möchten wir uns ein Zimmer nehmen. Leider haben wir kaum empfang, um die Pensionen in der Nähe anzurufen und die Schutzhütte steht einsam an einem Weg. Die nächsten Orte sind einige Kilometer entfernt. Per Textnachricht können wir dann Meike zu Hause erreichen, die uns ein paar Pensionen schickt. Wir finden einen kleinen Fleck, an dem das Netz ausreicht und erfahren, dass nirgends mehr was frei ist. Klar, Vatertag! Also machen wir es uns in der Hütte gemütlich. Uns geht es nicht gut. Stefan´s Magen/Darm Probleme sind noch nicht ganz verschwunden und Nico ist etwas erkältet. Wir sind gespannt auf den nächsten Tag. Schließlich ist der Weg ja gesperrt und nach jeder Kurve könnte der Grund dafür erscheinen und uns zur Aufgabe bzw. zum großen Umweg zwingen. Wir wollen aber den Hexenstieg wandern und nicht irgendwelche Umgehungsstraße, womöglich noch mit dem Bus... Auf jeden Fall müssen wir am nächsten Tag ein kurzes Stück zurück. Zum Mandelholz und den vergessenen Stempel holen. Es fährt ein Bus und diesen wollen wir auch nutzen.























 

 

Tag 3 - Freitag, 11.Mai


In der Nacht hatten wir keinen Regen mehr und der Tag beginnt etwas bewölkt, aber durchaus mit sonnigen Abschnitten. Um 7 Uhr starten wir. Am Rastplatz "Steinbachtal" treffen wir auf die Nordroute und gehen ein paar Kilometer auf dem Hexenstieg, den wir schon vom letzten Jahr her kennen. Der Bus fährt erst sehr spät, also wandern wir zum "Mandelholz" zurück, um die Stempelstelle zu suchen. Dies ist nicht so einfach zu finden.... wir haben uns schon gewundert, dass sie in der Karte nicht eingezeichnet ist, sondern nur ein Schild am Wanderweg darauf hin gewiesen hat. Es ist nämlich kein Stempel der Harzer-Wandernadel, sonder ein privater Stempel der Gaststätte "Grüne Tanne - Mandelholz". Also einfach nur ein Touri-Lockmittel. Wir hätten uns den Weg also auch sparen können. Egal, jetzt haben wir halt einen Sonderstempel in unserem Buch und der Weg hat sich doch gelohnt, da wir in der Gaststätte gleich ein tolles Frühstücksbuffet für 11 Euro pro Person zu uns nehmen. Mit dem Bus geht es dann zurück nach Königshütte, wo hier heute Morgen den Hexenstieg verlassen haben. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint und die Klamotten trocknen langsam wieder. Wir laufen den uns bereits bekannten Hexenstieg bis zur Bergruine und biegen von dort wieder auf die 2.Süd-Route ab. Die Sonne hat sehr viel Kraft, aber zum Glück weht ein kühler Wind. Es ist sehr angenehm. Nur der Weg ist relativ langweilig, da teilweise sehr breit. Aber dafür begegnen und kaum Menschen. Wir sehen immer wieder Schilder, dass der Hexenstieg gesperrt ist, aber die eigentliche Absperrung / das Absperrband fehlt. Wir gehen weiter und sehen, dass die Stürme wohl viel Schaden angerichtet haben. Rechts und links vom Weg liegen Bäume. Aber die Forstarbeiter haben wir bereits den Weg für uns frei gemacht. Das ist nicht selbstverständlich. Stefan hat das Gefühl, dass der Hexenstieg zu schnell einfach umgeleitet wird. Also lieber ein paar Monate umleiten, als die Bäume beseitigen. Das ist sehr schade, da richtige Hexenstieg-Wanderer ja schließlich auch den Hextenstieg wandern wollen. Wir können es zum Glück und kommen überall durch! In Hasselfelde kommen wir ziemlich fertig an. Durch unsere Wehwehchen sind wir doch sehr geschwächt und in dieser Gegend gibt es keine Schutzhütte. Wir versuchen unser Glück und fragen in einem Hotel nach einem Zimmer. Eigentlich ist nichts mehr frei für uns, aber die freundliche Dame sind unsere Not und sieht wohl speziell an Nico´s Gesicht, dass er ja sooo gern ein warmes Bett hätte. Die telefoniert rum und erfährt dann, dass ein reserviertes Einzelzimmer freigegeben werden kann. Wir freuen uns sehr und Nico schläft auch gern auf der Isomatte auf dem Boden, Hauptsache warm. 51 Euro kostet uns das Zimmer. Eigentlich wollten wir solche Ausgaben vermeiden, wir sind so fertig, dass wir kein schlechtes Gewissen haben. Und als uns die freundliche Dame an der Rezeption darüber informiert, dass die Schwimmbadbenutzung inkl. ist, strahlen wir über das ganze Gesicht. Schnell ziehen wir uns um und gehen ins Schwimmbad. Das warme Wasser tut uns sehr sehr gut. Danach gehen wir in den Ort, essen einen Döner und spielen dann im Hotel noch Billard und Kicker, bevor wir ohne Probleme schnell einschlafen.

 













 

 
 

 





Tag 4 - Freitag, 12.Mai
 

Die Nacht war toll! Wir fühlen uns wie neu geboren. Wir haben im Hotel auch noch gefrühstückt und das Buffet war für uns Gäste günstiger, als es sonst wo der Fall gewesen wäre. Also sinkt der Zimmerpreis :-)
Wir starten Richtung Altenbrak. Die Wege sind leider doof. Viele breite Schotterwege.... Aber dafür kommen wir gut voran. In Altenbrak endet nicht nur unsere Wanderung, sondern jetzt sind wir den kompletten Hexenstieg gewandert und haben das Hexenstieg-Stempelbuch voll. Darauf können wir uns in der Forellenzucht ein kühles Radler und fahren dann mit dem Bus zum Bahnhof.... im Bus erfahren wir dann, dass wir durch die Kurkarte, die wir im Hotel im Zimmerpreis mit drin war, die rund 10 Euro Fahrgeld sparen. Das tolle Zimmer wird immer günstiger.




Der letzte Stempel! Jetzt ist das Buch "Hexenstieg" voll.

 


 

Fazit

Die Südroute, also die Brockenumgehung gehört mit Sicherheit nicht zu den Highlights. Auch wenn es schöne Etappen gab, waren es doch leider sehr oft breite langweillige Schotterwege. Aber speziell am Feiertag waren dort kaum Menschen unterwegs.
 


 





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