Heide 2012-2013

Vom 23.12.2012 bis 01.01.2013

Mal wieder auf dem Familienwochenendgrundstück in der Nähe von Scharnebeck bei Lüneburg.



23.12.
Bei ekeligem Eisregen packen wir Auto und Anhänger voll. Es mal wieder unvorstellbar viel, wobei man auch Bedenken muss, dass wir ja den Weihnachtsmann unterstützen und die Geschenke gut getarnt mitnehmen müssen. Es ist gar nicht so einfach, sie vor den Jungs versteckt zu halten. Der Anhänger muss mit, weil wir die Fahrräder und den Baum mitnehmen, nicht zu vergessen, das Hauptgeschenk für Felix, DAS NEUE FAHRRAD. Es wird gut verstaut und versteckt unter einer Plane. Die Fahrt in den Urlaub beginnt jedoch mit einem Problem. Die Auffahrt ist vereist und da sie doch eine gewisse Steigung hat, haben wir mit Anhänger keine Chance. Selbst ohne Zuglast schaffen wir es nicht. Also müssen wir erst mal das Eis wegkratzen und streuen. Mit Müh und Not schaffen wir es mit dem Auto über die Steigung. Beim Anhänger haben wir aber zu zweit keine Chance. Erst als unsere Nachbarin uns hilft, bekommen wir ihn "den Berg rauf". Durchgefroren und nass geht es zu Oma und Opa, das Weihnachtsgeschenk abliefern, dann noch mal schnell nach Hause, weil natürlich was vergessen wurde. Diesmal die Videokamera, die Weihnachten nicht fehlen darf. Auf der Autobahn fliegen uns regelmäßig Eisplatten von anderen Fahrzeugen um die Ohren. Wir halten extra Abstand und der Witterung angepasst langsam fahren wir natürlich auch. Im Heidehäuschen angekommen drehen wir erst einmal die Heizungen auf, da uns 6 Grad Innentemperatur doch etwas zu wenig sind. Wir wollen keine 20 Grad, zumal hier mit Strom geheizt wird, aber mit dem Pulli sollte man sich schon bewegen können. Nico sieht eine Maus im Garten und wir finden drinnen den Kot. Hey, das ist ja wie zu Hause hier :) Wir halten nach Rehspuren im Schnee Ausschau, finden aber nichts. Nach dem Auspacken geht es nach Lüneburg zum Weihnachtsmarkt. Klein, gemütlich und vom Rathausbalkon werden Weihnachtslieder gespielt. Tolle Stimmung, kein Vergleich zu den Massenveranstaltungen in Hamburg. Am Abend sind die Kinder doch etwas.... nennen wir es mal "anstrengend". Ok, wir sehen es nicht so ernst und schieben es auf die Aufregung. Welches Kind ist vor Weihnachten schon ruhig und ausgeglichen? :)


 


24.12.
Wir sind ja nicht gerade Kirchgänger, versuchen aber die Kinder nach dem Motto "Offen für alles" zu erziehen. Und irgendwie gehört für uns zu Weihnachten auch immer die Stimmung in einer Kirche dazu. Aber in welche gehen wir hier? Neetze hat ein sehr kleines hübsches Gotteshaus und dort wird am Heiligen Abend ein Krippenspiel aufgeführt. Wir sind uns einig. Heute Abend geht es nach Neetze. Aber nun ist erst einmal der Baum dran. Vor dem Frühstück wird er schon mal hereingeholt, damit er auftauen kann. Perfekte Größe fürs Heidehäuschen. Das Schmücken ist dann auch schnell erledigt, auch weil Stefan jedes Mal zurückstecken muss. Aus seiner Kindheit ist er Bäume gewohnt, an denen kaum noch grün zu sehen ist. Tonnenweise Lametta und Kringel. Damit kommt er bei Meike aber nicht durch :-) Nach dem Vorbereiten der Ente brauchen wir frische Luft und so machen wir eine Geocachingrunde um Sauerstoff zu tanken, bevor wir in die Kirche fahren. Gerade so bekommen wir noch einen Stehplatz direkt neben der Orgel und können das Krippenspiel verfolgen. Kleines Dorf, kleine Kirche, jeder kennt jeden, niemand kennt uns. Hihi. Dann geht es aber endlich wieder ins Häuschen und wir nehmen uns den Entenbraten vor. Danach sind die Kinder aber nicht mehr zu halten und wir läuten zur Bescherung.... den Rest des Abends sind die Kinder mit Lego beschäftigt.











 



25.12.
Wir machen uns einen ganz faulen Tag. Zuerst wird mit den Weihnachtsgeschenken gespielt und dann Felix Fahrrad eingeweiht. Eine nette Tour von rund 10 Kilometern. Abends sitzen wir noch etwas am Lagerfeuer.








26.12.
Wir hatten in der Nacht Besuch und die Kotspuren verraten uns, dass wieder Rehe vor der Hütte waren und diesmal auch etwas anderes. Anhand der 10 cm "Wurst" tippen wir auch Fuchs. Es geht auf Cachetour nach Bleckede. Immer auf dem Deich an der Elbe entlang und hinterher auf einen Kakao ins Fährhaus. Nach einer kleinen Pause an der Hütte geht es zu einen Nachtcache und der Rest des Tages wird zum "Spieleabend" mit dem Brettspiel Anno.









Auch im Wald, ohne TV, Handynetz und Co. muss die "multimediale Entwicklung" des Kindes gefördert werden :-)
"Noch" aber eine Ausnahmeerscheinung bei uns. Mal sehen, wie lange wir das durchalten.


27.12.
Stefan muss heute leider arbeiten. Da es von hier aber nicht viel weiter ins Büro ist, als von Schenefeld, fährt er halt nun aus der Heide in die Firma bzw. ein Kollege nimmt ihn von halber Strecke mit. Meike fährt mit den Kindern einkaufen und zum Schwimmen ins SaLü.

28.12.
Stefan muss noch mal zur Arbeit. Meike flickt Stefan's Fahrrad und baut ein paar Dinge von Felix Rad ab, um sie am neuen wieder anzubauen. Tacho und Getränkehalter müssen natürlich mit. Dann geht es gleich auf eine 11 KM Tour nach Neetze zum Gleis 9 1/2, ein Eisenbahnspielplatz. Unterwegs begegnen sie einer Gruppe Rehe und kurz vor dem Ende der Tour fällt Nico's Pedale ab. Stefan's provisorisches Vogelhaus wird gut angenommen. An der Futterstelle befinden sind rund 12 Vögel.
Blaumeisen, Haubenmeise, Tannenmeisen, Kohlmeisen, Kleiber, Grünfinken, Eichelhäher...





29.12.
Auf zum Shoppen ins schöne Lüneburg. Besonders gern sind auf dem Wochenmarkt, wo wir teuren leckeren Käse, einen superteuren Apfel mit Herz drauf für Felix und XXL Bioeier für das nächste Frühstück kaufen. Am Nachmittag pflanzt Stefan den Weihnachtsbaum ein und die Jungs spielen mit den Nachbarsmädchen Fußball, die heute übers Wochenende gekommen sind. Am Futterhaus ist wieder jede Menge los und die Vögel lassen sich durch uns gar nicht stören. Als es Dunkel geworden ist, machen wir noch einen tollen Nachtcache. 1,5 Stunden durch den Wald auf den Spuren einer kleinen Hexe....



30.12.
Es geht mach Adendorf zum Schlittschuhlaufen. Danach machen wir ein Mittagsschläfchen. Die Kinder sogar freiwillig, was ein eindeutiges Zeichen ist, dass sie es wirklich nötig habe . Mit der neu gewonnenen Kraft geht es wieder zum Fußballspielen zu den Nachbarsmädchen, bevor wir ein Lagerfeuer anzünden. Am Abend machen wir es uns mit dem Hörspiel "Die Unendliche Geschichte" gemütlich und vereinbaren einen Termin zu einem ganz besonderen Cache am nächsten Tag...




31.12.
Wir kaufen Berliner und dann geht es auf große Cacherunde nach Bohndorf. Dort haben wir einen Nachtcache gemacht und dabei die netten Owner getroffen. Mit ihnen machen wir heute noch weitere tolle Caches. Ein ganz besonderer, bei dem der Cache an einem Pferd versteckt ist.... Lustige Sache. An einen anderen kommt man nur über ein kompliziertes Flaschenzugsystem. Zum Abschluss müssen wir noch einen Schatz aus einem kleinen Tümpel angeln, bevor es wieder zurück zum Haus geht. Wir kontrollieren die Fledermauskästen auf dem Grundstück, die wir im letzten Jahr aufgehängt haben. Eigentlich dachten wir, dass die Fledermäuse hier genug natürliche Schlafplätze haben, finden jedoch jede Menge Kot. Jetzt schauen wir im Sommer, wenn die Tiere "eingezogen" sind, noch mal vorsichtig nach. Wir haben auch Kästen aufgehängt, an denen man die Tier innen sehen kann, ohne sie zu stören. Am Abend zünden wir einen Böller an und die Kinder stellen fest, dass das nichts für sie ist. Zu laut und zu langwillig. Naja, wir werden schon eine Verwendung für die restlichen Knallkörper finden. Nach dem leckeren Buffet lassen wir am Lagerfeuer ein kleines Feuerwerk starten, bevor wir das Pflichtprogramm "Bleigießen" starten. Nun haben wir im alten Jahr alles erledigt, was man erledigen muss und legen uns schlafen. Weit vor dem Jahreswechsel. Den Kindern ist es egal, ob sie um 20 Uhr oder um 0 Uhr ins Bett gehen. Sie sind spätestens um 7 Uhr wieder wach und wir möchte sehr gern ausgeschlafene Kinder haben, damit auch wir uns im Urlaub entspannen können. :-) Leider stellen wir auch diesmal in der Nacht wieder fest, dass es hier von Jahr zu Jahr lauter wird. Wo ist nur die Einsamkeit geblieben....





01.01.2013
Es wird gepackt und das Haus gereinigt, bevor es nach Hause geht.






 


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